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Vor Beginn einer Altenpflegeausbildung sind die  Zugangsvoraussetzungen  und die  persönliche Ausbildungseignung  zu beachten. Wichtig sind ebenso die  persönliche Selbsteinschätzung  und das  Bewerbungsverfahren

Formale Voraussetzungen

Zunächst müssen die Zugangsvoraussetzungen zur Altenpflegeausbildung vorliegen. Diese sind im Gesetz über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz) festgelegt.

  Wer eine Altenpflegeausbildung beginnen möchte, muss entweder 

  • einen Realschulabschluss oder 
  • einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, oder
  • einen Hauptschulabschluss und einen Abschluss in einer anderweitigen mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder
  • einen Hauptschulabschluss und den anerkannten Abschluss einer Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung 

 besitzen. 

Ausbildungseignung

Da in der Altenpflege mit Menschen gearbeitet wird, ist neben ausreichenden Deutschkenntnissen vor Beginn der Ausbildung die Eignung zur Berufsausübung nachzuweisen. Dies gilt sowohl für das persönliche Verhalten als auch für die gesundheitliche Verfassung. Hierzu reicht normalerweise ein aktuelles Gesundheitszeugnis. Unter Umständen wird auch ein Führungszeugnis erwartet.

Einzelne Einrichtungen verlangen einen Nachweis, aus dem sich die Zuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs ableiten lässt. Dann wird ein amtliches Führungszeugnis erwartet, das nicht älter als drei Monate sein darf.

Die gesundheitliche Eignung wird durch ein aktuelles Gesundheitszeugnis nachgewiesen, das ebenfalls nicht älter als drei Monate sein darf. Hier prüft eine Arbeitsmedizinerin oder ein Arbeitsmediziner, ob gesundheitliche Einschränkungen vorliegen und ob aufgrund von Schwächen oder einer Sucht die Berufsfähigkeit ausgeschlossen ist.

Selbsteinschätzung

Ob der Beruf der richtige ist, kann am  besten jeder selbst beurteilen. Hierfür gibt es keine genauen Regeln. 

Als Faustformel kann sich jeder an der Ausbildung Interessierte daran orientieren, ob die folgenden Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können:     

  • Bin ich einfühlsam und habe ich Freude am Umgang mit älteren Menschen?
  • Interessiere ich mich für pflegerische, medizinische und soziale Aufgaben?
  • Traue ich mir zu, ältere Menschen mit einem unterschiedlichen Hilfebedarf zu pflegen und zu betreuen?
  • Kann ich körpernah mit älteren kranken Menschen umgehen?
  • Kann ich mich schnell auf die Betreuung, Beratung und Förderung unterschiedlicher älterer Menschen einstellen? 
  • Bin ich bereit, Verwaltungs- und Schreibarbeiten zur Planung und zur Dokumentation zu erledigen? 
  • Kann ich eigenverantwortlich, aber auch im Team arbeiten?

Sinnvoll ist es auch, sich mit Altenpflegerinnen und Altenpflegern über ihre Arbeit zu unterhalten. Es empfiehlt sich außerdem, eine Pflegeeinrichtung zum Beispiel an einem Tag der offenen Tür zu besuchen. Hilfreich ist es ebenfalls, im Wege eines Schülerpraktikums in den Beruf hinein zu schnuppern. 

So können erste Eindrücke gewonnen werden! 

Bewerbungsverfahren

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